Digital und sicher beraten

donum vitae – Schwangerschaftsberatung in Corona-Zeiten

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – auch in der Schwangerschaftsberatung. Wo Schulen und Läden geschlossen sind und Kontaktbeschränkungen das öffentliche Leben verändern, entstehen auch für unsere Beratungsangebote neue Herausforderungen, um dennoch ganz nah bei den Frauen und Paaren in Not bleiben zu können. Mit digitalen und telefonischen Beratungsformaten stellt donum vitae, staatlich anerkannter Träger von Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, das Recht auf Beratung sicher – auch für erkrankte Frauen, Menschen mit Covid-19-Verdacht oder für Menschen, die zur Risikogruppe gehören oder zum Beispiel durch Kinderbetreuung zuhause gebunden sind.

 

Covid-19 stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Individuelle Probleme verstärken sich in gesellschaftlichen Krisensituationen noch. So auch die Probleme und Fragen, mit denen vor allem schwangere Frauen Hilfe in den Beratungsstellen suchen. Seit mehr als 20 Jahren steht donum vitae bundesweit an über 200 Orten an der Seite von Frauen, insbesondere schwangeren Frauen, in existentieller Not. Auch in der aktuellen Krise hält donum vitae alle Unterstützungsangebote aufrecht.
„Aktuell findet an fast all unseren Standorten bundesweit nach wie vor persönliche Beratung, insbesondere für Frauen im existentiellen Schwangerschaftskonflikt, statt. Gerade Frauen, die ungewollt schwanger sind oder sich momentan in großen finanziellen oder familiären Krisen befinden, brauchen die Unterstützung unserer Beraterinnen und Berater und bekommen sie auch. Da, wo wir nicht persönlich beraten können, nutzen wir digitale Gesprächskanäle per Video oder sicherer Email-Beratung oder kommunizieren per Telefon mit den Ratsuchenden“, sagt Dr. Olaf Tyllack, Bundesvorsitzender von donum vitae.
Um Ratsuchende nicht unnötig in Gefahr zu bringen, sich oder andere mit dem neuartigen Corona-Virus anzustecken, bietet donum vitae alternativ an vielen Orten digitale und telefonische Beratungsmöglichkeiten an. Wer Rat sucht, kann sich weiterhin telefonisch an die Beratungsstellen vor Ort (www.donumvitae-onlineberatung.de/service/beratungsstellen-suche) wenden oder die zentrale donum vitae-Onlineberatung (www.donumvitae-onlineberatung.de/) kontaktieren.

Zeitnahe Konfliktberatungen sind sichergestellt
Besonders dringlich sind meist die Schwangerschaftskonfliktberatungen, die die Grundlage für die Ausstellung eines Beratungsnachweises nach § 219 StGB bilden, der vor einem möglichen Schwangerschaftsabbruch vorzulegen ist. Diese Beratungen müssen zeitnah durchgeführt werden, auch dann, wenn die schwangere Frau z.B. positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Fast alle Bundesländer ermöglichen mittlerweile in solchen Fällen eine zeitnahe Beratung per Telefon oder Videotelefonie.
„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir seit vergangenem Jahr in unserem Modellprojekt ‚Helfen. Lotsen. Beraten.‘ bereits an mehr als zwanzig Pilotstandorten mit der Erprobung digitaler Beratungsformen begonnen haben. Auf diese Erfahrungen können wir nun aufbauen und die technischen Voraussetzungen für ein bundesweit funktionierendes Beratungsnetz, nicht nur, aber besonders in Bezug auf die Konfliktberatung nach § 219 StGB, in der akuten Krisenzeit sicherstellen. Hierbei müssen wir keine Abstriche in Sachen Beratungsqualität oder Vertraulichkeit machen. Die genutzten Instrumentarien bieten den Ratsuchenden in jeder Hinsicht die nötige Sicherheit“, betont Andrea Redding, Bundesgeschäftsführerin von donum vitae.
Das Modellprojekt „Helfen. Lotsen. Beraten.“ hat eine Projektlaufzeit von drei Jahren und wird bereits seit Mai 2019 durch das Bundesfamilienministerium gefördert.  PS