Fortbildungen für Beraterinnen und Berater

ABGESAGT: F 2212 „Sexuelle Vielfalt“ 09.-10.06.2022
Eine Online-Fortbildung für Berater*innen (Beginner*innen und Fortgeschrittene)

Die Debatten um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt werden immer breiter und auch kontroverser. Die Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben hat sich in den letzten Jahren stark verändert, die Trans*-Outings nehmen zu. Welche Konsequenzen hat dies für die sexualpädagogische und beraterische Arbeit? Wie kann eine möglichst diskriminierungsarme Arbeit gelingen?

In der Online-Fortbildung wird genauer auf die verschiedenen sexuellen Orientierungen sowie Geschlechtsidentitäten geschaut. Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • LSBTIQ* - was genau bedeuten diese Buchstaben und wer steckt dahinter?
  • Wo ist der Unterschied zwischen sexueller Orientierung und sexueller Identität?
  • Welche besonderen Herausforderungen prägen die Lebenswelten und -realitäten von queeren Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen? (Schwerpunkte: „coming out“, Homosexualität/Transgeschlechtlichkeit, Heteronormativität / binäres Modell der Geschlechter)
  • Vorstellung diverser Studien
  • Wie kann ein selbstbestimmter Umgang mit der sexuellen Identität und Orientierung gestärkt werden?
  • Reflexion der eigenen Haltung sowie der Haltung des Trägers
  • Medien- und Materialbörse

Die Themen werden mit Methoden lebendigen Lernens und unterschiedlichen Impulsen wie Referaten, Einzel- und Kleingruppenarbeit aufbereitet. Dem Austausch über die Praxis der Teilnehmenden wird Raum gegeben.

Den Teilnehmenden werden umfangreiche Handouts und inhaltliche Inputs zur Verfügung gestellt.

Zeit: 09.-10.06.2022, jeweils 09.00-17.00 Uhr

Referent: Danilo Ziemen
Sexualwissenschaftler (M.A.) / Sexualpädagoge (isp/gsp)
Dozent am Institut für Sexualpädagogik (ISP), Dortmund

Teilnehmer*innen: max. 14 Personen 

Kosten intern: 200,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 275,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2212

Technische Voraussetzungen

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F 2213 „Möglichkeiten und Grenzen genetischer Bluttests – Fakten für die psychosoziale Begleitung bei PND“ 22.06.2022
Online-Fortbildung

Ziel:
Verständnis schaffen dafür, was ein nichtinvasiver Pränataltest (NIPT) kann und wo die Grenzen des Verfahrens liegen (medizinisch und ethisch)

Inhalt:

Block 1: Was heißt „Der Test ist zu 95 Prozent sicher? – Grundprinzipien medizinischer Erkenntnis

  • Diagnoseverfahren und Testverfahren - Gemeinsamkeiten/Unterschiede
  • Ethische Fragen
  • Was ist ein „Screening“?
  • Primäres Screening vs. indiziertes Screening

Block 2: NIPT – Test oder Diagnose?

  • Kurze Einordnung des NIPT als medizinisches Verfahren
  • Wann ist ein NIPT sinnvoll?
  • Auffälliger NIPT – „Ist das Kind krank?“ – Grundprinzipien der Testleistung an einem Beispiel
  • NIPT-Testleistung im primären Screening bei Trisomie 21, 18, 13, Mikrodeletionen und seltenen genetischen Erkrankungen
  • NIPT-Testleistung im indizierten Screening bei Trisomie 21, 18, 13, Mikrodeletionen und seltenen genetischen Erkrankungen

Block 3: NIPT als KV-Leistung

  • Paradigmenwechsel unserer Gesellschaft im Umgang mit der genetischen Verfasstheit des ungeborenen Kindes
  • Populäre Fehleinschätzungen (NIPT ersetzt Fruchtwasseruntersuchung, verhindert Fehlgeburten)
  • Folgen für die medizinische Versorgungsqualität
  • Wie wird der Test in Anspruch genommen?

Block 4: „Der Test ist auffällig!" – Wie fange ich die Schwangere in der psychosozialen Beratung medizinisch zutreffend auf?

  • NIPT ist ein Test, keine Diagnose
  • Wie wahrscheinlich ist bei auffälligem Test das Kind tatsächlich krank?
  • Wie geht es weiter? Medizinische und psychosoziale Versorgung nach einem auffälligen Test

Methoden:
Ein Vortrag mit anschließender Diskussion.

Zeit: 22.06.2022, 16.00-19.00 Uhr

Referent: Professor Dr. med. Alexander Scharf
Niedergelassener Frauenarzt in Spezialpraxis für Pränatalmedizin in Darm-stadt und Mainz, Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Mitglied des Berufsverbandes niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP), bis 2021 dessen Präsident

Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 

Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2213

Technische Voraussetzungen

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F 2214 „Pornografie und Jugendsexualität“ 09.09.2022
Online-Fortbildung

Im Internet lässt sich seit Jahren Pornografisches einfach, kostenlos und anonym konsumieren – historisch einmalig niedrigschwellig. Millionen von Videos werden von Abermillionen Nutzer*innen angesehen; davon sind Jugendliche selbstverständlich nicht ausgenommen. Darüber, welchen Einfluss dies auf die psychosexuelle Entwicklung von Heranwachsenden hat/haben wird, gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Befunde.

In sexualpädagogischen Angeboten kommt es darauf an, sich mit dem Thema angemessenen auseinanderzusetzen, also es weder zu verharmlosen noch besonders zu dramatisieren und es mit den Jugendlichen besprechbar zu machen.

Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • Wie begegnet Sexualität Jugendlichen in den Medien?
  • Wie ist meine eigene Haltung gegenüber Pornografie, Jugendleben und Medienentwicklung?
  • Mediale Nutzungsrealitäten, Gefährdungspotenziale und Umgangskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen: Untersuchungen und Beobachtungen
  • Die Rechtslage zu Pornografie und Jugendschutz in den Medien, vor allem im Netz
  • Welche Handlungskonsequenzen sind zu erwägen und Eltern wie Heranwachsenden zu empfehlen?

Die Themen werden mit Methoden lebendigen Lernens und unterschiedlichen Impulsen wie Refe-raten, Einzel- und Kleingruppenarbeit aufbereitet. Dem Austausch über die Praxis der Teilnehmenden wird Raum gegeben.

Den Teilnehmenden werden umfangreiche Handouts und inhaltliche Inputs zur Verfügung gestellt.

Zeit: 09.09.2022, 09.00-17.00 Uhr

Referent: Danilo Ziemen
Sexualwissenschaftler (M.A.) / Sexualpädagoge (isp/gsp)
Dozent am Institut für Sexualpädagogik (ISP), Dortmund

Teilnehmer*innen: max. 14 Personen 

Kosten intern: 120,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 160,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2214

Technische Voraussetzungen

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F 2215 „Vertrauliche Geburt und Adoption“ 22.-23.09.2022
Auffrischungsfortbildung für Berater*innen, die einen Grundkurs zu diesen Themen bereits absolviert haben
Online-Fortbildung

Seit dem 01.05.2014 gibt es das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt. Es soll schwangere Frauen erreichen, die in einer Krisensituation sind und anonym bleiben wollen. Gleichzeitig wird mit diesem Gesetz dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft entsprochen.

Da diese Form der Beratung relativ selten auftritt, bietet diese Fortbildung die Möglichkeit, sich erneut mit dem Thema vertrauliche Geburt, Vertraulichkeit, Anonymität, offene Fragestellungen auch zu der regulären Adoptionsfreigabe auseinanderzusetzen.
Was macht das Angebot der vertraulichen Geburt, der anonymen Beratung, der Adoptionsfreigabe mit mir als Berater*in, welche eigene Fragestellungen werden bei diesem Thema berührt.

Ein weiterer Aspekt im Kontext der vertraulichen Geburt stellt die notwendige Vernetzung dar. Wie kann die Kooperation mit den unterschiedlichen Akteuren gelingen?

Schwerpunkte dieser Fortbildung sind:

  • Auffrischen der rechtlichen Hintergründe
  • Verfahrensfragen
  • Adoption
  • Netzwerk und Kooperationen
  • Fallbesprechung – Simultanübungen
  • Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen – selbsterfahrende Element

Zeit: 22.-23.09.2022, 1. Tag: 13.30-17.00 Uhr; 2. Tag: 9.30-14.00 Uhr

Referentin: Ruth Fendler-Vieregg
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Schwangerschafts- (konflikt-)beraterin, Supervisorin DGSv

Teilnehmer*innen: max. 16 Personen 

Kosten intern: 120,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 160,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2215

Technische Voraussetzungen

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F 2219 „Die Begleitung von Schuldfragen im Kontext von Schwangerschaft und Geburt – Schuld macht vielleicht Sinn“ 14.-15.11.2022
Online-Fortbildung

Die Suche nach Versäumnissen bis hin zu direkten Schuldzuweisungen ist für viele Hinterbliebene ein wesentliches Element ihres Trauerprozesses. Das gilt besonders, wenn der Beginn und das Ende eines Lebens ganz eng beieinander liegen. Verluste während der Schwangerschaft und Geburt lösen Fragen aus wie: Hätte der Tod verhindert werden können? Habe ich mich, haben andere sich falsch verhalten? Anklagen gegen andere und Selbstbezichtigungen können mit großer Heftigkeit und Dauer auftreten, unabhängig davon, ob schuldhaftes Verhalten im juristischen oder moralischen Sinn vorliegt. Die Wut auf das Unbegreifliche findet mit den Beschuldigungen eine Richtung und das scheint sogar dann zu erleichtern, wenn Vorwürfe und Wut gegen sich selbst gerichtet werden. Manchen Betroffenen hilft es, sich in einem Realitäts-Check klar zu machen, was sie ge-nau getan und unterlassen haben, für andere vertieft das noch die Verzweiflung angesichts eines unerwarteten Todes im Mutterleib oder bei der Geburt. Wenn es eine Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch gegeben hat, können moralische Bedenken aber auch die Unerträglichkeit des Verlusts im Nachhinein große Belastungen auslösen. Ein pauschales Ausreden von Schuldzuweisungen ist nur für einen Teil der Trauernden die adäquate Unterstützung, denn Schuldvorwürfe sind oft die Spitze eines Eisberges aus intensiven Gefühlen und Bedürfnissen. Für Trauernde können Schuldzuweisungen tatsächlich wichtig und stabilisierend sein.

  • Was bedeutet es für die Beratung, wenn die scheinbar sinnlosen Schuldvorwürfe einen wichtigen Nutzen haben?
  • Wie erkennen wir instrumentelle Schuldzuweisungen, die Bedürfnisse nach Erklärung, nach Selbstwirksamkeit oder nach innerer Verbundenheit mit den „Sternenkindern“ erfüllen sollen?
  • Welche Angebote können wir machen, haben wir um diese Bedürfnisse anders und weniger schmerzhaft zu erfüllen?
  • Wie begleiten wir im Gegensatz dazu normative Vorwürfe, die sich mit inneren und äu-ßeren Gesetzen, Glaubenssätzen und Idealen auseinandersetzen?

Chris Paul, Autorin des innovativen Buches „Schuld Macht Sinn“, erläutert, was ihr Ansatz in der Schwangerschaftskonfliktberatung bedeutet, gibt konkrete Handlungsideen und vertieft die Haltung des Respekts.

Schuld – Macht – Sinn
Arbeitsbuch für die Begleitung von Schuldfragen im Trauerprozess
19,95 Euro (D)/20,60 Euro (A)/34,90 CHF
ISBN 978-3-579-06833-6, Gütersloher Verlagshaus 2010

Zeit: 14.-15.11.2022, 09.00-17.00 Uhr

Referentin: Chris Paul
Trauerbegleiterin, Fachautorin, Dozentin

Teilnehmer*innen: max. 16 Personen 

Kosten intern: 200,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 275,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2219

Technische Voraussetzungen

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