Fortbildungen für Beraterinnen und Berater

F 2112 „Gewalt an Frauen in der Schwangerschaft" 25.-27.10.2021
Gewalt in der Partnerschaft sowie sexualisierte Gewalterfahrungen haben im Kontext von Schwangerschaft und Geburt besonders gravierende Auswirkungen auf die betroffenen Frauen und ihre ungeborenen Kinder. Angst und Stress übertragen sich unmittelbar.

Schwangerschaft und die Geburt des ersten Kindes werden laut einer Studie der WHO mit 10 bzw. 20 % als Erstauslöser von häuslicher Gewalt beschrieben. Schwangere in schwierigen Situationen fühlen sich oft sehr allein, wissen nicht, wen sie um Hilfe bitten können, haben Gründe, über das Belastende vielleicht schweigen zu wollen. Umso wichtiger ist es, im Zuge der Schwangerschafts(konflikt)beratung diese Hintergründe präsent zu haben und entsprechend auf die Frauen zuzugehen.

Ziel der Fortbildung ist, Frauen, die

  • durch körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt schwanger wurden
  • Gewalt während der Schwangerschaft erleben
  • unter früheren Traumata leiden (z.B. sexueller Missbrauch in der Kindheit), die durch die Schwangerschaft aktualisiert werden

schneller Hilfe und Unterstützung anbieten zu können.

Inhalte der Fortbildung werden die Entstehung und Dynamik von (häuslicher) Gewalt und die Folgen für Betroffene und ihre Kinder sein. Interventionsmöglichkeiten und Hilfsangebote werden vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Wir werden mit kreativen Methoden arbeiten, und es besteht die Möglichkeit, Beispiele aus dem eigenen Berufsalltag zu besprechen.

Zeit: 25.-27.10.2021, Beginn: 14.00 Uhr, Ende: 13.00 Uhr
Ort: Stephansstift, Zentrum für Erwachsenenbildung, Hotel und Tagungshaus, Kirchröder Straße 44, 30625 Hannover
Referentinnen: 
Martina Schmitz
Gestaltungssozialtherapeutin, Traumafachberaterin, Practioner energetische Psychologie, langjährige Mitarbeiterin in Frauenberatungsstellen, Geschäftsführerin im Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen
Ute Speier-Lemm
Tanzsoziotherapeutin, Gestalttherapeutin, Traumafachberaterin, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle Bottrop

Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 
Kosten intern: 200 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung 
Kosten extern: 325 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung
Fortbildungsnummer: F 2112 Gewalt an Frauen in der Schwangerschaft

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F 2115, F 2201, F 2204 „Psychosoziale Beratung bei Kinderwunsch“ 15.-17.11.2021 / 11.-13.01.2022 / 07.-09.03.2022
Grundlagenfortbildung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung – Beratungsnetzwerk für Kinderwunsch Deutschland e.V. BKiD

Es ist davon auszugehen, dass ungewollte Kinderlosigkeit in Deutschland weiter zunehmen wird, wofür hauptsächlich das immer weiter steigende Durchschnittsalter der erstgebärenden Frauen ursächlich ist. Während die psychischen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch häufig überschätzt werden, werden die Auswirkungen sowohl des unerfüllten Kinderwunsches als auch der reproduktionsmedizinischen Behandlung immer noch unterschätzt. Wenn ein Paar sich für eine assistierte Reproduktion entscheidet, so ist das ein schwieriger Weg, auf dem psychosoziale Beratung und Begleitung eine wichtige unterstützende Hilfe sein kann. In der psychosozialen Kinder-wunschberatung geht es um verschiedene Aspekte wie Umgang mit der Kinderlosigkeit, Unterstützung bei Entscheidungen zu medizinischen Aspekten, Kommunikation des Paares miteinander, mit Ärzten und anderen, Begleitung und Unterstützung bei erfolgloser medizinischer Therapie und bei der Findung alternativer Perspektiven.
Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch wird auf Schwangerschaftsberatungsstellen zukommen. So werden im Kontext der Präimplantationsdiagnostik-Verordnung u. a. Schwangerschaftsbera-tungsstellen als Kooperationspartner für Präimplantationsdiagnostik-Zentren empfohlen.

Teilnahmevoraussetzung: 

Psychosoziale Fachkräfte mit beraterischer/therapeutischer Zusatzerfahrung und mindestens einem Jahr Beratungserfahrung, z.B. Schwangerschaftsberater*innen, die die Zusatzqualifikation in Schwangerschaftskonfliktberatung abgeschlossen haben oder eine andere Zusatzqualifikation haben. Das beinhaltet schon ein Jahr Beratungserfahrung, auch in Paar- oder Mehrpersonenberatung.
Die Teilnehmer*innen sollen Bereitschaft zeigen, alle drei Module eigenständig vor- und nachzubereiten. Entsprechendes Material wird zur Verfügung gestellt bzw. in den Veranstaltungen besprochen.

Die Teilnehmenden sind verpflichtet, das BKiD-Fortbildungsmanual für die Fortbildung mitzubringen: 

Petra Thorn, Tewes Wischmann, Susanne Quitmann, Almut Dorn (Hrsg. BKiD)
Fortbildungsmanual: Psychosoziale Kinderwunschberatung – Medizinische, ethische und psychosoziale Aspekte, beraterische Interventionen, FamART 2018, 70 €

Bestellung und weitere Informationen: http://www.famart.de/shop/literatur/fortbildungsmanual-psychosoziale-kinderwunschberatung-spiral/


Für alle drei Module gilt:

Ort: Haus am Maiberg, Ernst-Ludwig-Str. 19, 64646 Heppenheim
Teilnehmer*innen: max. 20 Personen

Referentinnen:
Dr. phil. Petra Thorn 
Diplom-Sozialtherapeutin, Familientherapeutin, 1. Stellvertretende Vorsitzende BKiD
Dr. med. Susanne Quitmann
medizinische Psychotherapeutin, Diplom-Psychologin, bis 2018 2. stellvertr. Vorsitzende BKiD e.V.
Doris Wallraff 
Diplom-Psychologin, Familientherapeutin (DGSF)

Die drei Referentinnen sind zertifizierte BKiD-Beraterinnen.
Jeweils zwei von ihnen leiten ein Seminar.

Fortbildungsinhalte:

Modul I

Zeit: 15.- 17.11.2021, Beginn: 14.00 Uhr, Ende: 13.30 Uhr
Kosten intern: 230 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung 
Kosten extern: 370 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung
Fortbildungsnummer: F 2115

  • Biologische Grundlagen der menschlichen Fortpflanzung, Störungen der Fortpflanzung, Bedeutung des Alters
  • Individuelle und partnerschaftliche Reaktionen auf die Diagnose „Fruchtbarkeitsstörungen”
  • Grundlagen der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten, Chancen und Risiken
  • Die Behandlung aus Patientenperspektive
  • Professionelle Haltungen zur Reproduktionsmedizin

Modul II

Zeit: 11.-13.01.2022, Beginn: 14.00 Uhr, Ende: 13.30 Uhr
Kosten intern: 230 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung 
Kosten extern: 370 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung
Fortbildungsnummer: F 2201

  • Psychische Reaktionen auf medizinische Behandlung
  • Bewältigungsstrategien von Unfruchtbarkeit und psychosoziale Begleitung
  • Leitlinien für die psychosoziale Kinderwunschberatung
  • Beratung in speziellen Situationen (Paarkonflikte, depressive Reaktionen, sexuelle Schwierigkeiten), unterschiedliche Beratungssettings
  • Bedeutung des sozialen Umfelds
  • Weitere Ressourcen (Selbsthilfegruppen, Internet, Telefonberatung etc.)
  • Umsetzung der Fortbildungsinhalte in die Beratungspraxis

Modul III

Zeit: 07.-09.03.2022, Beginn: 14.00 Uhr, Ende: 13.30 Uhr
Kosten intern: 230 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung 
Kosten extern: 370 € Fortbildungsgebühr + 50 € Unterkunft und Verpflegung
Fortbildungsnummer: F 2204

  • Aspekte der Trauerbegleitung, Rituale, Unterstützung bei der Entwicklung von Lebensalternativen
  • Vom Erst- zum Abschlussgespräch: Praktische Übungen, Rollenspiele, Gruppendiskussionen
  • Ethische Grenzen in der Reproduktionsmedizin (Mehrlinge, Fetozid u. ä.), Entwicklung einer eigenen Haltung
  • Umsetzung der Fortbildungsinhalte in die Beratungspraxis

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Online F 2118: „Wohnungslose Frauen“ 25.11.2021
Ein Online-Vortrag mit anschließender Diskussion im Rahmen des HeLB-Projektes für alle Beraterinnen und Berater

Wie viele Menschen in Deutschland wirklich ohne einen festen Wohnsitz leben, weiß niemand. Es gibt Schätzungen, doch die Dunkelziffer ist groß. Wohnungslosigkeit wird meist als Problem der Männer gesehen, doch rund 30 Prozent aller Wohnungslosen in Deutschland sind Frauen.
Die Situation der wohnungslosen Frauen ist besonders prekär.

In der Online-Fortbildung stehen folgende Fragen im Fokus:

  • Wer sind die wohnungslosen Frauen?
  • Was macht sie wohnungslos?
  • Ist Wohnungslosigkeit immer gleichzusetzen mit einem Leben auf der Straße?
  • Was brauchen wohnungslose Frauen und wie werden sie erreicht?
  • Es ist wichtig spezielle Hilfeangebote und Orte für wohnungslose Frauen vorzuhalten. Wie sieht ein Netzwerk und wie sehen Hilfeangebote aus?
  • Exemplarisch wird die Wohnungslosenhilfe für Frauen vom SkF Köln vorgestellt.
  • Was brauchen Sie als donum vitae-Beraterin?

Ihre Fragen an die Referentin können Sie gerne vor der Fortbildung an werth@donum vitaedonumvitaedonum vitae..org schicken.

Technische Voraussetzungen:
PC/Laptop mit Kamera und Mikrophon/Lautsprecher (eingebaut oder extern) sowie eine stabile Internetverbindung.
Den Teilnehmenden wird der Link zur Einwahl in die Online-Fortbildung rechtzeitig vor Beginn per Mail zugeschickt.

Zeit: 25.11.2021, Beginn: 14.00 Uhr, Ende: 17.00 Uhr

Referentin:
Karolin Balzar
Dipl. Sozialarbeiterin, Leiterin der Wohnangebote der ambulanten Wohnungslosenhilfe, Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln

Teilnehmer*innen: maximal 20

Kosten intern: 75 €
Kosten extern: 90 € 
Fortbildungsnummer: F 2118: Wohnungslose Frauen

Ausschreibung als pdf

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Online F 2119 „Psychische Erkrankungen im Kontext der Schwangerschaftsberatung – Symptome einordnen und Frauen entlasten“ 16.11.2021
Eine Online-Fortbildung für Beraterinnen und Berater im Rahmen des Projektes HeLB

Psychische Erkrankungen sind nicht selten: Jährlich erkrankt in Deutschland knapp ein Drittel aller Erwachsenen*. 

Auch Berater*innen in Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen begegnen in ihrer Arbeit immer wieder Frauen, deren Lebenswege durch seelische Krisen und psychische Vorerkrankungen geprägt sind. Diese werden jedoch selten von Beginn an offen thematisiert. Allenfalls finden perinatale psychische Erkrankungen Eingang in die Beratung. Doch wie verhält es sich mit bereits im Vorfeld bestehenden psychischen Erkrankungen? Besonders für diese Frauen kann die Familienplanung und das Schwangerwerden bzw. -sein mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, wenn die Erkrankung nicht erkannt wird und die erforderliche interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht zustande kommt.

Als Fachkräfte stehen Sie vor der Herausforderung, die Symptomatik Ihrer Klientel einzuschätzen, Überforderungen zu vermeiden, Gespräche zu führen und Ressourcen zu nutzen. 

Neben einer systematischen Übersicht zu den wichtigsten psychischen Erkrankungen (Schwerpunkte können vorab durch die Teilnehmer*innen gesetzt werden) stehen Anregungen zur Beziehungs- und Gesprächsgestaltung mit psychisch erkrankten Frauen und deren Partner*innen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden ergänzende Unterstützungsangebote vorgestellt. Raum für eigene Fallbeispiele steht selbstverständlich zur Verfügung.
 

*Jacobi F, Höfler M et al. (2016) Erratum zu: Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul "Psychische Gesundheit“ DEGS1-MH). Nervenarzt 87 (1): 88 – 90.


Technische Voraussetzungen:

PC/Laptop mit Kamera und Mikrophon/Lautsprecher (eingebaut oder extern) sowie eine stabile Internetverbindung.
Den Teilnehmenden wird der Link zur Einwahl in die Online-Fortbildung rechtzeitig vor Beginn per Mail zugeschickt.

Zeit: 16.11.2021, 10.00-13.00 Uhr

Referentin: Daniela Schab
Pädagogin M.A., Traumafachberaterin (DeGPT), 
FrauenTherapieZentrum (FTZ) München

Teilnehmer*innen: max. 15 Personen 

Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2119: Psychische Erkrankungen im Kontext der Schwangerschaftsberatung – Symptome einordnen und Frauen entlasten

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Online F 2120 „Einführung in die schriftbasierte Onlineberatung per Mail“ 30.11.-01.12.2021
Eine Online-Fortbildung für Beraterinnen und Berater im Rahmen des Projektes HeLB

Die Online-Fortbildung bietet eine Einführung in die Onlineberatung per Mail. 

Die Teilnehmenden lernen wichtige Aspekte der Onlinekommunikation und Grundlagen der Onlineberatung kennen. Sie setzen sich exemplarisch mit Konzepten und Methoden zur Beantwortung von Onlineberatungsanfragen („E-Mail“-Beratung) auseinander. Sie erhalten zudem einen Ausblick auf die Unterschiede zwischen Mail- und Chatberatung. Im Zuge der genannten Inhalte beschäftigen sich die Teilnehmenden zudem mit ihrer Rolle und Haltung als Onlineberatende.

In einer Mischung aus theoretischem Input und praktischen Übungen mit Fallbeispielen wird konkretes Handwerkszeug vermittelt.

  • Wie kann ich mich komplexen Anfragen strukturiert nähern?
  • Worauf muss ich beim Aufbau meiner Antwort achten?
  • Welche Methoden und Interventionen kann ich zur Gestaltung eines Onlineberatungsprozess einsetzen?
  • Wie lassen sich die Beziehungen zwischen Ratsuchenden und Beratenden textgebunden gestalten?
  • Welche Besonderheiten gelten für die Chatberatung?

Diese und weitere Fragen werden in der Online-Fortbildung mit den Teilnehmenden erarbeitet. In Übungen und Reflexionsphasen wird das eigene Vorgehen reflektiert und die eigene Beratungskompetenz erweitert. Den Teilnehmer*innen werden begleitende Materialien zur Verfügung gestellt, die sie herunterladen und für ihre praktische Arbeit nutzen können.

Technische Voraussetzungen: 

PC/Laptop mit Kamera und Mikrophon/Lautsprecher (eingebaut oder extern) sowie eine stabile Internetverbindung.
Den Teilnehmenden wird der Link zur Einwahl in die Online-Fortbildung rechtzeitig vor Beginn per Mail zugeschickt.
Die Online-Fortbildung wird über die Zoom-Instanz der TH Nürnberg stattfinden.

Zeit: 30.11. bis 01.12.2021, jeweils 09.00 - 12.15 Uhr

Referentin: Petra Risau
Diplom-Pädagogin, Systemische Beraterin, Onlineberaterin mit den Schwerpunkten psychosoziale Onlineberatung und Prävention gegen sexualisierte Gewalt, Mitarbeiterin des Kinderschutzportals www.kinderschutzportal.de; Lehrbeauftragte, Referentin, Trainerin und Mentorin für Onlineberatung, Redaktionsmitglied des e-beratungsjournal.net

Teilnehmer*innen: max. 18 Personen

Kosten intern: 120,00 € 
Kosten extern: 160,00 € 

Fortbildungsnummer: F 2120 Einführung in die schriftbasierte Onlineberatung

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F 2122 und F 2222: „Beratung im ländlichen Raum – Was braucht es?“ 15.12.2021 und 23.03.2022
Zwei Online-Vorträge mit anschließender Diskussion im Rahmen des HeLB-Projektes für alle Beraterinnen und Berater

„Na wenn keiner kommt, gibt es wohl auch keinen Bedarf!“ – Wenn die Arbeit mit Betroffenen so einfach erklärt wäre. Mit unserer Fortbildungsreihe gehen wir der Frage nach, gibt es tatsächlich keine Bedarfe, oder erreichen wir sie einfach nicht!? Wie kann zielgerichtete Beratung im ländlichen Raum funktionieren und welche Ressourcen benötigt es für die Institutionen. Unsere Weiterbildung ist in zwei Module gegliedert.

Das erste Modul beschäftigt sich mit der theoretischen Erfassung und Besprechung der notwendigen Komponenten für gelingende Beratungstätigkeiten im ländlichen Raum. Neben der Klärung der notwendigen Schlüsselfaktoren, wird anhand des Best Practice Beispiel der Interventions- und Koordinierungsstellen gegen häusliche Gewalt in Sachsen die Wirkungsweise zielführender proaktiver Arbeit im ländlichen Raum aufgezeigt.

Das zweite Modul befasst sich mit der konkreten Umsetzung von zielgerichteter Netzwerkarbeit. Anhand praktischer Übungen werden Kenntnisse vermittelt, die die eigene Umsetzung positiv unterstützen sollen.

Modul I

Zeit: 15.12.2021, 10.00 Uhr-14.00 Uhr
Referentin: 
Andrea Stiebitz
Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH)
Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 
Kosten intern: 75 €
Kosten extern: 90 €
Fortbildungsnummer: F 2122

  • Best Practice Sachsen vorstellen
  • Unterschied Stadt/ländlicher Raum
  • Konkrete Arbeits-/ Vorgehensweisen erläutern
  • Vorstellung Netzwerkarbeit
  • Schlüsselfaktoren (Resilienz, Ausdauer, Planung Kapazitäten, zielgerichtete ÖA)
  • Diskussion Vor- und Nachteile (langfristige Wirkung der Netzwerkarbeit für den Beratungskontext im ländlichen Raum)

Modul II

Zeit: 23.03.2021, 10.00 Uhr-14.00 Uhr
Referentin: 
Veronika Fuhrich
staatlich anerkannte Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B.A.)
Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 
Kosten intern: 75 €
Kosten extern: 90 €
Fortbildungsnummer: F 2222

  • praktisches Heranführen an Netzwerkarbeit
  • Erstellen einer Netzwerkkarte
  • Erfassung/Ermittlung geeigneter Netzwerkpartner
  • Erörterung der Zielgruppe

Die beiden Module können auch einzeln gebucht werden.

Technische Voraussetzungen

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F 2123 „Psychische Erkrankungen im Kontext der Schwangerschaftsberatung – Symptome einordnen und Frauen entlasten“ 20.12.2021
Eine Online-Fortbildung im Rahmen des HeLB-Projektes für Beraterinnen und Berater

Psychische Erkrankungen sind nicht selten: Jährlich erkrankt in Deutschland knapp ein Drittel aller Erwachsenen*. 

Auch Berater*innen in Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen begegnen in ihrer Arbeit immer wieder Frauen, deren Lebenswege durch seelische Krisen und psychische Vorerkrankungen geprägt sind. Diese werden jedoch selten von Beginn an offen thematisiert. Allenfalls finden perinatale psychische Erkrankungen Eingang in die Beratung. Doch wie verhält es sich mit bereits im Vorfeld bestehenden psychischen Erkrankungen? Besonders für diese Frauen kann die Familienplanung und das Schwangerwerden bzw. -sein mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, wenn die Erkrankung nicht erkannt wird und die erforderliche interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht zustande kommt.

Als Fachkräfte stehen Sie vor der Herausforderung, die Symptomatik Ihrer Klientel einzuschätzen, Überforderungen zu vermeiden, Gespräche zu führen und Ressourcen zu nutzen. 

Neben einer systematischen Übersicht zu den wichtigsten psychischen Erkrankungen (Schwerpunkte können vorab durch die Teilnehmer*innen gesetzt werden) stehen Anregungen zur Beziehungs- und Gesprächsgestaltung mit psychisch erkrankten Frauen und deren Partner*innen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden ergänzende Unterstützungsangebote vorgestellt. Raum für eigene Fallbeispiele steht selbstverständlich zur Verfügung.
 

*Jacobi F, Höfler M et al. (2016) Erratum zu: Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul "Psychische Gesundheit“ DEGS1-MH). Nervenarzt 87 (1): 88 – 90.

 

Zeit: 20.12.2021, 10.00-13.00 Uhr
Referentin: Daniela Schab
Pädagogin M.A., Traumafachberaterin (DeGPT), 
FrauenTherapieZentrum (FTZ) München
Teilnehmer*innen: max. 15 Personen
Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

 

Fortbildungsnummer: F 2123

Technische Voraussetzungen

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F 2221 „Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen bei Kinderwunsch und Elternschaft“ 26.01.2022
Online-Fortbildung im Rahmen des Projektes HeLB

Seminarziel:
Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in der Beratung und Unter-stützung bei Kinderwunsch und Elternschaft im Sinne der UN-BRK und des BTHG

Schwerpunkte:

  • Barrierefreie Kommunikation in der Beratung
  • Rechtliche Grundlagen (UN-BRK, BTHG, Teilhabepläne)
  • Kinderwunsch und Elternschaft mit Behinderungen – sozialisationsbedingte Herausforderungen
  • Behinderungsspezifische Unterstützungsbedarfe von Eltern mit Behinderungen
  • Bedarfsgerechte Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern mit Behinderungen – Elternassistenz und Begleitete Elternschaft

 

Zeit: 26.01.2022, 10.00-14.00 Uhr

Referentin: Dr. Marion Michel
Leben mit Handicaps e.V. – Kompetenzzentrum für behinderte und chro-nisch kranke Eltern Leipzig

Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 

Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2221

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F 2207 „Update: Schwangerschaftsverhütung“ – Kompaktwissen Pille, Spirale, Diaphragma und Co. 03.03.2022
Online-Fortbildung

Eine zentrale Aufgabe der beraterischen und sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen ist die qualifizierte und der Zielgruppe angemessene Information über die verschiedenen Facetten und Aspekte des Themas Verhütung. Da auf dem Markt der Verhütungsmittel immer wieder Neuerungen eingeführt werden, Altbekanntes plötzlich verschwindet oder in neuer Variation auftaucht, ist es für Berater*innen und Sexualpädagog*innen erforderlich, sich von Zeit zu Zeit auf den neuesten Informationsstand zu bringen. Bei der Beratung zu Verhütung kommt es neben den Sachinformationen auch darauf an, ob die angebotenen – und vielleicht auch von der Beraterin / dem Berater favorisierten – Methoden tatsächlich im Lebenszusammenhang der angesprochenen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer geeignet sind. Aktuell dominieren bei vielen (jungen) Frauen in Gesprächen und im Internet Unsicherheiten bezüglich der richtigen Balance von Nebenwirkungen und Sicherheit von hormonellen Verhütungsmitteln. Was zeigen seriöse wissenschaftliche Studien einerseits und was resultiert daraus für professionelle sexualpädagogische und beraterische Begleitung von Frauen?

Die Online-Fortbildung bietet in kompakter Form

  • eine Präsentation aktueller Studien zum Verhütungsverhalten Jugendlicher und Erwachsener
  • eine aktuelle Übersicht über Eignung und Einsatz von Verhütungsmitteln für verschiedene Zielgruppen - Hintergrundwissen zur Bewertung der marktüblichen und weniger bekannten Verhütungsmethoden
  • eine Überprüfung der Rolle der eigenen Haltung gegenüber bestimmten Verhütungsmitteln und deren Einfluss auf die eigene Arbeit sowie
  • Informationen zu Mythen und Vorurteilen im Bereich Verhütung.

Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, während der Fortbildung Fragen zu stellen, die auf Grundlage wissenschaftlicher Daten beantwortet werden. Nach der Online-Fortbildung bekommen die Teilnehmenden ein umfangreiches Handout mit den Inhalten der Fortbildung und darüberhinausgehenden thematischen Informationen im PDF-Format.

Zeit: 03.03.2022, 09.00-14.00 Uhr

Referent*innen:
Anke Erath
Diplom-Pädagogin, Sexualpädagogin und systemisch-analytische Beraterin, Dozentin des Instituts für Sexualpädagogik
Kai Müller
Diplom-Pädagoge, Sexualpädagoge Dozent des Instituts für Sexualpädagogik

Teilnehmer*innen: max. 16 Personen 

Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2207

Technische Voraussetzungen

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F 2210 „Psychosoziale Kinderwunschberatung kompakt“ 02.-03.05.2022
Fortbildung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung – Beratungsnetzwerk für Kinderwunsch Deutschland e.V. BKiD
Online-Fortbildung

Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die Einblicke in die psychosoziale Kinderwunschberatung erhalten möchten.

Diese Fortbildung vermittelt die Basics der psychosozialen Kinderwunschberatung: gesetzliche Regelungen, medizinische Möglichkeiten, psychosoziale Aspekte, typische Beratungssituationen und besondere Herausforderungen. Als Teilnehmer*in erhalten Sie einen Überblick der Fachkompetenzen für eine Erstberatung und für die Unterstützung der Klient*innen. Die Fortbildung dient auch der Entscheidungsfindung, ob Sie sich als Fachkraft tiefer in das Feld der Kinderwunschberatung einarbeiten. Es besteht die Möglichkeiten, eigene Fälle durchzuspielen oder zu diskutieren.

Für Fachkräfte, die sich vor- oder nachbereiten möchten, steht folgende Literatur zur Verfügung:
Petra Thorn, Tewes Wischmann, Susanne Quitmann, Almut Dorn (Hrsg.): Psychosoziale Kinder-wunschberatung – medizinische, ethische und psychosoziale Aspekte, beraterische Interventionen. FamART, 2018
Doris Wallraff, Petra Thorn, Tewes Wischmann (Hrsg.): Kinderwunsch: Der Ratgeber des Beratungsnetzwerkes Kinderwunsch Deutschland (BKiD). Kohlhammer Verlag, 2014

Zeit: 02.-03.05.2022, jeweils 9.00-10.30, 10.45-12.15, 13.15-14.45, 15.00-16.30 Uhr

Referentin: Dr. phil. Petra Thorn
Diplom-Sozialtherapeutin, Familientherapeutin, 1. Stellvertretende Vorsitzende BKiD e.V.

Teilnehmer*innen: max. 12 Personen 

Kosten intern: 200,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 275,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2210

Technische Voraussetzungen

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F 2211 „Entscheiden und Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM (anerkannter ZRM-Grundkurs des ISMZ)“ 16.-18.05.2022
Online-Fortbildung

Konsequent an den richtigen Entscheidungen ausgerichtet, kann Selbstmanagement ausgesprochen lustvoll sein. Wie das geht, zeigt das Zürcher Ressourcen Modell ZRM.
Dieses Training ist eine vielfach erprobte Methode zur Entwicklung von individuellen Handlungspotenzialen und wurde für die Universität Zürich entwickelt. Neueste neurobiologische und psychologische Befunde zum Thema somatische Marker, Persönlichkeitsentwicklung und Selbststeuerung bilden das wissenschaftliche Fundament dieser Methode.

Die Grundlagenfortbildung dient dazu, die Teilnehmenden mit den theoretischen und praktischen Grundlagen des ZRM vertraut zu machen, Selbstmanagement zu lernen und Strategien für die Umsetzung von Entscheidungen für das eigene Selbstmanagement zu entwickeln.

Inhalte der Grundlagenfortbildung:

  • Standortbestimmung: somatische Marker als Information aus dem Unbewussten systematisch nutzen
  • Mit somatischen Markern Motto-Ziele formulieren, Motivationsgrundlage schaffen
  • Individuellen Ressourcenpool zur Umsetzung des Motto-Ziels entwickeln
  • Die Ressourcen zielgerichtet für das Selbstmanagement einsetzen, sowohl für sich selber als auch für Klient*innen
  • Selbstmanagement-Strategien für den Alltag ausarbeiten
  • Anwendungsfragen für die eigene Beratungspraxis klären

Arbeitsform:
Lernarrangements, Impulsreferate, praktische Einzel- und Gruppenübungen

Zeit: 16.-18.05.2022, jeweils 09.15-16.30 Uhr

Referentinnen:
Dr. Maja Storch
Diplompsychologin, Psychodramatherapeutin, Psychoanalytikerin, Projektleiterin von ZRM research an der Universität Zürich, Inhaberin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ GmbH), einem spin-off der Universität Zürich (www.ismz.ch)
Dr. Julia Weber
Diplompädagogin und promovierte Psychologin, Geschäftsführerin der ISMZ GmbH, Zertifizierte ZRM® Trainerin, CAS UZH, ZRM® Ausbildungstrainerin, Systemischer Coach

Teilnehmer*innen: max. 17 Personen 

Kosten intern: 280,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 420,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2211

Technische Voraussetzungen

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F 2212 „Sexuelle Vielfalt“ 09.-10.06.2022
Eine Online-Fortbildung für Berater*innen (Beginner*innen und Fortgeschrittene)

Die Debatten um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt werden immer breiter und auch kontroverser. Die Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben hat sich in den letzten Jahren stark verändert, die Trans*-Outings nehmen zu. Welche Konsequenzen hat dies für die sexualpädagogische und beraterische Arbeit? Wie kann eine möglichst diskriminierungsarme Arbeit gelingen?

In der Online-Fortbildung wird genauer auf die verschiedenen sexuellen Orientierungen sowie Geschlechtsidentitäten geschaut. Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • LSBTIQ* - was genau bedeuten diese Buchstaben und wer steckt dahinter?
  • Wo ist der Unterschied zwischen sexueller Orientierung und sexueller Identität?
  • Welche besonderen Herausforderungen prägen die Lebenswelten und -realitäten von queeren Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen? (Schwerpunkte: „coming out“, Homosexualität/Transgeschlechtlichkeit, Heteronormativität / binäres Modell der Geschlechter)
  • Vorstellung diverser Studien
  • Wie kann ein selbstbestimmter Umgang mit der sexuellen Identität und Orientierung gestärkt werden?
  • Reflexion der eigenen Haltung sowie der Haltung des Trägers
  • Medien- und Materialbörse

Die Themen werden mit Methoden lebendigen Lernens und unterschiedlichen Impulsen wie Referaten, Einzel- und Kleingruppenarbeit aufbereitet. Dem Austausch über die Praxis der Teilnehmenden wird Raum gegeben.

Den Teilnehmenden werden umfangreiche Handouts und inhaltliche Inputs zur Verfügung gestellt.

Zeit: 09.-10.06.2022, jeweils 09.00-17.00 Uhr

Referent: Danilo Ziemen
Sexualwissenschaftler (M.A.) / Sexualpädagoge (isp/gsp)
Dozent am Institut für Sexualpädagogik (ISP), Dortmund

Teilnehmer*innen: max. 14 Personen 

Kosten intern: 200,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 275,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2212

Technische Voraussetzungen

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F 2213 „Möglichkeiten und Grenzen genetischer Bluttests – Fakten für die psychosoziale Begleitung bei PND“ 22.06.2022
Online-Fortbildung

Ziel:
Verständnis schaffen dafür, was ein nichtinvasiver Pränataltest (NIPT) kann und wo die Grenzen des Verfahrens liegen (medizinisch und ethisch)

Inhalt:

Block 1: Was heißt „Der Test ist zu 95 Prozent sicher? – Grundprinzipien medizinischer Erkenntnis

  • Diagnoseverfahren und Testverfahren - Gemeinsamkeiten/Unterschiede
  • Ethische Fragen
  • Was ist ein „Screening“?
  • Primäres Screening vs. indiziertes Screening

Block 2: NIPT – Test oder Diagnose?

  • Kurze Einordnung des NIPT als medizinisches Verfahren
  • Wann ist ein NIPT sinnvoll?
  • Auffälliger NIPT – „Ist das Kind krank?“ – Grundprinzipien der Testleistung an einem Beispiel
  • NIPT-Testleistung im primären Screening bei Trisomie 21, 18, 13, Mikrodeletionen und seltenen genetischen Erkrankungen
  • NIPT-Testleistung im indizierten Screening bei Trisomie 21, 18, 13, Mikrodeletionen und seltenen genetischen Erkrankungen

Block 3: NIPT als KV-Leistung

  • Paradigmenwechsel unserer Gesellschaft im Umgang mit der genetischen Verfasstheit des ungeborenen Kindes
  • Populäre Fehleinschätzungen (NIPT ersetzt Fruchtwasseruntersuchung, verhindert Fehlgeburten)
  • Folgen für die medizinische Versorgungsqualität
  • Wie wird der Test in Anspruch genommen?

Block 4: „Der Test ist auffällig!" – Wie fange ich die Schwangere in der psychosozialen Beratung medizinisch zutreffend auf?

  • NIPT ist ein Test, keine Diagnose
  • Wie wahrscheinlich ist bei auffälligem Test das Kind tatsächlich krank?
  • Wie geht es weiter? Medizinische und psychosoziale Versorgung nach einem auffälligen Test

Methoden:
Ein Vortrag mit anschließender Diskussion.

Zeit: 22.06.2022, 16.00-19.00 Uhr

Referent: Professor Dr. med. Alexander Scharf
Niedergelassener Frauenarzt in Spezialpraxis für Pränatalmedizin in Darm-stadt und Mainz, Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Mitglied des Berufsverbandes niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP), bis 2021 dessen Präsident

Teilnehmer*innen: max. 20 Personen 

Kosten intern: 75,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 90,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2213

Technische Voraussetzungen

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F 2214 „Pornografie und Jugendsexualität“ 09.09.2022
Online-Fortbildung

Im Internet lässt sich seit Jahren Pornografisches einfach, kostenlos und anonym konsumieren – historisch einmalig niedrigschwellig. Millionen von Videos werden von Abermillionen Nutzer*innen angesehen; davon sind Jugendliche selbstverständlich nicht ausgenommen. Darüber, welchen Einfluss dies auf die psychosexuelle Entwicklung von Heranwachsenden hat/haben wird, gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Befunde.

In sexualpädagogischen Angeboten kommt es darauf an, sich mit dem Thema angemessenen auseinanderzusetzen, also es weder zu verharmlosen noch besonders zu dramatisieren und es mit den Jugendlichen besprechbar zu machen.

Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • Wie begegnet Sexualität Jugendlichen in den Medien?
  • Wie ist meine eigene Haltung gegenüber Pornografie, Jugendleben und Medienentwicklung?
  • Mediale Nutzungsrealitäten, Gefährdungspotenziale und Umgangskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen: Untersuchungen und Beobachtungen
  • Die Rechtslage zu Pornografie und Jugendschutz in den Medien, vor allem im Netz
  • Welche Handlungskonsequenzen sind zu erwägen und Eltern wie Heranwachsenden zu empfehlen?

Die Themen werden mit Methoden lebendigen Lernens und unterschiedlichen Impulsen wie Refe-raten, Einzel- und Kleingruppenarbeit aufbereitet. Dem Austausch über die Praxis der Teilnehmenden wird Raum gegeben.

Den Teilnehmenden werden umfangreiche Handouts und inhaltliche Inputs zur Verfügung gestellt.

Zeit: 09.09.2022, 09.00-17.00 Uhr

Referent: Danilo Ziemen
Sexualwissenschaftler (M.A.) / Sexualpädagoge (isp/gsp)
Dozent am Institut für Sexualpädagogik (ISP), Dortmund

Teilnehmer*innen: max. 14 Personen 

Kosten intern: 120,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 160,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2214

Technische Voraussetzungen

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F 2215 „Vertrauliche Geburt und Adoption“ 22.-23.09.2022
Auffrischungsfortbildung für Berater*innen, die einen Grundkurs zu diesen Themen bereits absolviert haben
Online-Fortbildung

Seit dem 01.05.2014 gibt es das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt. Es soll schwangere Frauen erreichen, die in einer Krisensituation sind und anonym bleiben wollen. Gleichzeitig wird mit diesem Gesetz dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft entsprochen.

Da diese Form der Beratung relativ selten auftritt, bietet diese Fortbildung die Möglichkeit, sich erneut mit dem Thema vertrauliche Geburt, Vertraulichkeit, Anonymität, offene Fragestellungen auch zu der regulären Adoptionsfreigabe auseinanderzusetzen.
Was macht das Angebot der vertraulichen Geburt, der anonymen Beratung, der Adoptionsfreigabe mit mir als Berater*in, welche eigene Fragestellungen werden bei diesem Thema berührt.

Ein weiterer Aspekt im Kontext der vertraulichen Geburt stellt die notwendige Vernetzung dar. Wie kann die Kooperation mit den unterschiedlichen Akteuren gelingen?

Schwerpunkte dieser Fortbildung sind:

  • Auffrischen der rechtlichen Hintergründe
  • Verfahrensfragen
  • Adoption
  • Netzwerk und Kooperationen
  • Fallbesprechung – Simultanübungen
  • Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen – selbsterfahrende Element

Zeit: 22.-23.09.2022, 1. Tag: 13.30-17.00 Uhr; 2. Tag: 9.30-14.00 Uhr

Referentin: Ruth Fendler-Vieregg
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Schwangerschafts- (konflikt-)beraterin, Supervisorin DGSv

Teilnehmer*innen: max. 16 Personen 

Kosten intern: 120,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 160,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2215

Technische Voraussetzungen

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F 2219 „Die Begleitung von Schuldfragen im Kontext von Schwangerschaft und Geburt – Schuld macht vielleicht Sinn“ 14.-15.11.2022
Online-Fortbildung

Die Suche nach Versäumnissen bis hin zu direkten Schuldzuweisungen ist für viele Hinterbliebene ein wesentliches Element ihres Trauerprozesses. Das gilt besonders, wenn der Beginn und das Ende eines Lebens ganz eng beieinander liegen. Verluste während der Schwangerschaft und Geburt lösen Fragen aus wie: Hätte der Tod verhindert werden können? Habe ich mich, haben andere sich falsch verhalten? Anklagen gegen andere und Selbstbezichtigungen können mit großer Heftigkeit und Dauer auftreten, unabhängig davon, ob schuldhaftes Verhalten im juristischen oder moralischen Sinn vorliegt. Die Wut auf das Unbegreifliche findet mit den Beschuldigungen eine Richtung und das scheint sogar dann zu erleichtern, wenn Vorwürfe und Wut gegen sich selbst gerichtet werden. Manchen Betroffenen hilft es, sich in einem Realitäts-Check klar zu machen, was sie ge-nau getan und unterlassen haben, für andere vertieft das noch die Verzweiflung angesichts eines unerwarteten Todes im Mutterleib oder bei der Geburt. Wenn es eine Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch gegeben hat, können moralische Bedenken aber auch die Unerträglichkeit des Verlusts im Nachhinein große Belastungen auslösen. Ein pauschales Ausreden von Schuldzuweisungen ist nur für einen Teil der Trauernden die adäquate Unterstützung, denn Schuldvorwürfe sind oft die Spitze eines Eisberges aus intensiven Gefühlen und Bedürfnissen. Für Trauernde können Schuldzuweisungen tatsächlich wichtig und stabilisierend sein.

  • Was bedeutet es für die Beratung, wenn die scheinbar sinnlosen Schuldvorwürfe einen wichtigen Nutzen haben?
  • Wie erkennen wir instrumentelle Schuldzuweisungen, die Bedürfnisse nach Erklärung, nach Selbstwirksamkeit oder nach innerer Verbundenheit mit den „Sternenkindern“ erfüllen sollen?
  • Welche Angebote können wir machen, haben wir um diese Bedürfnisse anders und weniger schmerzhaft zu erfüllen?
  • Wie begleiten wir im Gegensatz dazu normative Vorwürfe, die sich mit inneren und äu-ßeren Gesetzen, Glaubenssätzen und Idealen auseinandersetzen?

Chris Paul, Autorin des innovativen Buches „Schuld Macht Sinn“, erläutert, was ihr Ansatz in der Schwangerschaftskonfliktberatung bedeutet, gibt konkrete Handlungsideen und vertieft die Haltung des Respekts.

Schuld – Macht – Sinn
Arbeitsbuch für die Begleitung von Schuldfragen im Trauerprozess
19,95 Euro (D)/20,60 Euro (A)/34,90 CHF
ISBN 978-3-579-06833-6, Gütersloher Verlagshaus 2010

Zeit: 14.-15.11.2022, 09.00-17.00 Uhr

Referentin: Chris Paul
Trauerbegleiterin, Fachautorin, Dozentin

Teilnehmer*innen: max. 16 Personen 

Kosten intern: 200,00 € Fortbildungsgebühr 
Kosten extern: 275,00 € Fortbildungsgebühr

Fortbildungsnummer: F 2219

Technische Voraussetzungen

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